Gedanken zum Bild – ein Fragment

Bilder waren und sind schon immer Informationsträger, welche entweder aus den alten Zeiten berichten oder einen Blick auf etwas Bestimmtes richten sollen und sind somit zwingend an die Zukunft adressiert. Bilder werden dabei nicht nur als das Dargestellte selbst wahrgenommen und besitzen somit eine semantische Struktur, welche nur durch Interpretation erfahrbar ist.
Diese Struktur ist jeder Art von Bildern immanent, unabhängig davon ob sich um mimetische Darstellung im Sinne von reinen Abbildungen oder um eine Darstellung handelt, welche über das Gezeigte hinausgeht und eine Interpretation zwingend verlangen, wie es bei Kunst der Fall ist.

Damit ist aber im Schaffensprozess des Bildes immer ein potentielles Publikum mitzudenken. Ein Bild, welches nicht gezeigt wird bzw. nicht einmal die potentielle Möglichkeit eines Betrachters besitzt, auch wenn dieser nur das zukünftige ICH des Produzenten ist, verliert seine grundlegende Funktion: Die Vermittlung des Inhalts des Dargestellten.

Ein Beispiel hierfür ist das Bild einer roten Ampel. Das dieses Bild nicht selbst die Ampel ist, ist uns bewusst und niemand würde, wenn er einen Aufkleber mit dem Bild einer roten Ampel sieht stehen bleiben, da uns ein Unterschied zwischen Bild und Abgebildeten klar ist. Doch ist das Bild der Ampel deswegen nicht zwingend nur eine bloße mimetische Darstellung und somit eine Symbol für nur diese eine Ampel. Es kann ebenso Symbol für ein Verbot oder eine Sackgasse stehen. Dieser Inhalt wird aber nur durch Interpretation erfahrbar, somit lassen sich Bilder nicht ohne ein Publikum vorstellen und das potentielle Publikum, sowie das potentielle Zeigen des Bildes sind im Begriff des Bildes enthalten.

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Fragmente

1.

Jeder Anfang ist ein Ende, neues kommt und geht.

Das Herz liebt die Schwere der Melancholie der Geist sucht die Leichtigkeit der Leidenschaft und merkt das diese ohne die Melancholie und ihre Schwere, immer nur flüchtig, wie ein Windhauch sein kann.

Was ist Leben?

Ist es wirklich nur die Summe aller Momente, Gefühle, Gedanken oder ist es etwas ganz Anderes, der ständige Kampf von Geist und Herz mit der Hoffnung das keiner von beiden gewinnt und auch keiner verliert.

Aber kein Remis, denn das wäre das Ende.

 

2.

Man ist und bleibt wohl ein Reisender
Auch wenn man denkt und hofft man ist da
Das Herz will stehen nicht mehr zu anderen
Der Geist auch doch das Zaudern lässt ihn wandern

3.

Mit temporärer Sentimentalität den Dreck von der Seele putzen
Mit Geschenken das Herz und sich vom Schmerz befreien
Einmal kann man es sich erlauben beim Handeln zu stutzen
Gebe die Hoffnung nie auf lerne deine und andere Fehler verzeihen

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Gedanken zu Netzwelt vs. Reale Welt

Aktuell kommt mal wieder die Debatte über das noch so böse Internet und die ach so gefährliche und moralfreie digitale Welt auf.

Ich denke der Kern der Debatte ist ein großes Missverständnis beider Welten, der Digitalen und der Realen. Das Missverständnis liegt dabei nicht darin dass sich die Bewohner der Welten nicht verstehen, sondern in dem Glauben die Welten wären getrennt. Genauer in der stilschweigenden Prämisse es sind zwei Welt. Dabei wird immer wieder vergessen, dass die eine „Welt“ nur ein Medium ist, welches die Bewohner der „realen Welt“ sich zu Nutze machen.
Blogs oder auch das Kopieren sind nichts anderes als Phänomene, die in schwächerer etwas anderer Form schon immer existent waren.
Der Unterschied zu Flugblättern, Abschriften oder einer überspielten Kassette liegt nur in der Anzahl der möglichen Profiteure oder besser Teilhaber. Denn der Kreis derer die ein Flugblatt, in Form eines Blogbeitrages, erreicht oder die ein kopiertes Spiel, im Netz nicht auf Diskette, erhalten können ist potentiell viel höher. Ebenso ist auch die Eintrittsschwelle niedriger, denn um einen Blog zu schreiben und über diesen die Menschen zu erreichen ist einfacher und günstiger als ein Flugblatt zu gestalten, zu drucken und zu verbreiten. Die kulturelle Technik ist aber in beiden Fällen die Gleiche:

Es bleibt ein Lesen und Schreiben.

Auch das Kopieren ist eine Kulturtechnik, da Kopieren eine Form der Nachahmung ist und dieses eine Form des Lernen ist.

Bestehen bleibt das Problem der scheinbar kostenfreien Güterverteilung und der dieser wiedersprechenden Sicherung der Rechte der Erschaffer der Güter bzw. des Werkes.

Das Problem bei der Lösung dieses Zwiespaltes ist meines Erachtens nicht, dass es keine Möglichkeit gibt digitale Güter bzw. Werke zu monetarisieren. Der aktuelle Ansatz  ist aber das Medium als Gegner und nur die Problem, die sich ergeben können, zu sehen und nicht die Chance, die es biete zu nutzen.

Denn was illegale Angebote beweisen ist, dass es zum Einen ein Interesse daran gibt auf diesem digitalen Wege die Güter zu konsumieren, was bekannt sein sollte, und zum Anderen, dass auch Konsumenten dieser illegalen Angebote bereit sind für Inhalte und Güter zu bezahlen.

Nebenbei ist in diesem Medium der Besucher auf einem Angebot selbst schon eine Ware, da Werbung unter anderem nach Einblendungen bezahlt wird und somit jeder Besucher den Ertrag steigern kann.
Doch um eine Möglichkeit der Finanzierung professioneller digitaler Angebote sollte es nicht gehen, sondern zu zeigen das es eben keine getrennten Welten sind.

Wenn es wirklich getrennte Welten wären müsste es Grenzen zwischen diesen geben.

Als Grenze könnte man den Ort des Geschehens benennen. Die Kommunikation bzw. das Lesen und Schreiben findet in Form von Bits und Bytes statt und ist physisch nicht fassbar, wobei man den Computer bzw. den Bildschirm, als Trägermedium, anfassen kann.
Falls dieses die Grenze sein sollte müssten wir aber die reale Welt genauer bestimmen und prüfen ob es ähnlich Trägermedien gibt. Die Schrift selbst ist aber nicht ohne Trägermedium denkbar. Schrift ist in sich selbst nicht greifbar, sie wird dieses erst durch das Papier auf dem sie gedruckt und somit gespeichert ist. Ich glaube aber keiner würde behaupten das Bücher, Notizen oder besser geschriebene Werke nicht zur realen Welt gehören.

Somit wäre diese Grenze der Form der Speicherung ziemlich willkürlich und nicht begründbar ohne Inhalte anderer Speicherformen, wie Papier, CD, DVD ebenso aus der realen Welt auszuschließen.

Eine andere Grenze könnte man in der Verfügbarkeit bzw. Akzeptanz der Technik innerhalb der realen Welten machen. Doch dann lies sich ebenso eine reine Fernsehwelt, eine Funkwelt, eine Telefonwelt usw. usf. von der realen Welt unterscheiden. Da alle diese Techniken beziehungsweise Medien nicht von allen genutzt oder akzeptiert werden bzw. nicht allen verfügbar sind.

Jede andere Grenze wäre aber auch willkürlich, da alle potentiellen Teilnehmer der digitalen Welt auch an der realen Welt teilnehmen müssen und somit immer zu dieser gehören.

Da sich keine Grenze zwischen beiden Welten ziehen lässt sollte die Debatte über Netzpolitik oder die Freiheit im Netz eben keine Debatte über ebensolche sein, sondern eine Debatte über Politik und Freiheit im Allgemeinen.
Die Fragen dieser allgemeinen Debatte sind die Gleichen:
Will ich in einer Gesellschaft leben in der ich meine Meinung frei äußern und mich frei ohne Zensur informieren kann?
Wo legen wir die Grenze unserer Freiheit für uns fest und wie gehen wir damit um(Stichwort: Hetze, Privatsphäre, Gewalt, )?
Was ist wertvoller größtmögliche Freiheit oder größtmögliche Sicherheit?

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